Produced by Jens Sadowski Romantische Lieder von Hermann Hesse. Dresden und Leipzig. E. Pierson's Verlag. 1899. Alle Rechte vorbehalten. Maria und Frau Gertrud gewidmet. -- Seht, der Fremdling ist hier, der aus demselben Land Sich verbannt fhlt wie ihr, traurige Stunden sind Ihm geworden; es neigte Frh der frhliche Tag sich ihm. Novalis. An die Schnheit. ber meinen Kinderzeiten War Dein Flgel ausgespannt, Grne Nhen! Goldne Weiten! Und am letzten Himmelsufer Schufest Du mein Heimwehland. ber meinen Jnglingsjahren War das Lenken Deiner Hand -- Edle Frau'n mit Lockenhaaren, Kecke Tnze und Gefahren, Denkernchte ber Tag und Tod. Und am Himmelsufer glhte rot Jede Nacht mein Heimwehland. Tnze und Gefahren sanken In den dunklen Flu der Zeit, Ohne Nhen, ohne Schranken Wlbt sich meine Einsamkeit. Grn und Gold und Himmel schwand; ber'm Ufer meiner kranken Seele liegt mein Heimwehland. Meine Arme sind gebreitet Uferwrts. Die Sehnsucht weitet ber Tod und Leben meinen Blick Wartend knieen meine Lieder -- Kommst Du wieder? -- Wartend liegt auf Knieen mein Geschick. Meines Heimwehlandes Tempel steh'n Festbereit. Ich kann die Zinnen seh'n, Kann von dorther einen Duft verspren. Wenn mein Auge nimmer sehen kann, Herrin, wird der dunkle Fhrmann dann Mich nach Hause fhren? Melodie. Liegt irgendwo ein wildes Meer Und rauscht empor an steilen Lndern; Dort treibt der Sturm ein Schiff umher Mit roten Fahnen und bunten Bndern. Und hat an Bord ein Knigskind, Das steht mit langem Haar im Wind Und ringt die adlig weien Hnde. Die Fahnen flattern stolz und rot, Aber die Fahrt ist aus und das Fest zu Ende, Und der Brutigam tot. Es segelt oft durch meinen Traum Das Knigsschiff; ich seh' den Schaum Den bnderbunten Bord ersteigen. Die Fahnen flattern stolz und rot; Gelehnt am Mastbaum steht der Tod Und lacht und geigt den Hochzeitsreigen. Zu spt. Altmodisch steht mit schmchtigen Pilastern Wie sonst das Schlo. Auf violetten Astern Irrt noch ein spter Falter her und hin Mit kranken Flgelschlagen, Und welke Beete sagen, Da ich zu spt gekommen bin. Und am Balkon in seidenen Gewndern, Mit stolzen Augen in vertrbten Rndern, Steht trb und stolz die blasse Knigin, Und will die Hand erheben. -- Und kann mir nicht vergeben, Da ich zu spt gekommen bin. Der Prinz. Wir wollten zusammen bauen Ein eigenes schnes Haus, Hoch wie ein Schlo zu schauen Mit dem Blick ber Strom und Auen Auf die stillen Wlder hinaus. Wir wollten alles verlernen, Was klein und hlich war, Wir wollten Nhen und Fernen Mit Glcksliedern bersternen, Die Krnze des Glckes im Haar. Nun hab' ich ein Schlo erbauet In verstiegener Hhenruh; Meine Sehnsucht steht dort und schauet Sich md, und der Tag vergrauet, -- Prinzessin, wo bliebest Du? Nun gebe ich allen Winden Meine heien Lieder mit. Sie sollen Dich suchen und finden Und sollen das Leid Dir knden, Das mein Herz um Dich erlitt. Sie sollen Dir auch erzhlen, Ein lockend unendliches Glck, Sie sollen Dich kssen und qulen Und sollen den Schlummer Dir stehlen -- Prinzessin, wann kommst Du zurck? Chopin. I. Schtte wieder ohne Wahl ber mich die bleichen, groen Lilien Deiner Wiegenlieder, Deiner Walzer rote Rosen. Flicht darein den schweren Hauch Deiner Liebe, die im Welken Duft verstreut, und Deines Stolzes Schaukelschlanke Feuernelken. II. ^(Grande valse.)^ Ein kerzenheller Saal Und Sporengelut und Tressengold. In meinen Adern klingt das Blut. Mein Mdchen, gieb mir den Pokal! Und nun zum Tanz! Der Walzer tollt; Erhitzt vom Wein mein Brausemut Nach aller ungenossnen Lust begehrt -- Vor den Fenstern wiehert mein Pferd. Und vor den Fenstern hllt die Nacht Das dunkle Feld. Es trgt der Wind Von fern Kanonendonner her. Noch eine Stunde bis zur Schlacht! -- Tanz' rascher, Schatz; die Zeit verrinnt, Es wiegt der Sturm die Binsen hin und her, Die nchste Nacht mein Bette sind -- Mein Totenbett vielleicht. -- Juchhe, Musik! In durstigen Zgen trinkt mein heier Blick Das junge, schne, rote Leben ein, Und trinkt sich nimmer satt an seinem Licht. Noch einen Tanz! Wie bald! und Kerzenschein Und Klang und Lust verlischt; der Mondschein flicht Schwermtig seinen Kranz in Tod und Graus. -- Juchhe, Musik! Vom Tanz erbebt das Haus, Erregt am Pfeiler klirrt mein hngend Schwert. -- Vor den Fenstern wiehert mein Pferd. III. ^(Berceuse.)^ Sing mir Dein liebes Wiegenlied! Seit meine Jugend von mir schied, Mag ich so gern die Weise hren. Komm' zu mir, ser Wunderklang, Nur Du kannst noch die Nacht entlang Mein ruheloses Herz bethren. Leg' mir auf's Haar die schmale Hand Und la von unsrem Heimatland, Von totem Ruhm und Glck uns trumen. Gleich einem Stern, der einsam zieht, Soll flackerhell Dein Mrchenlied Die Nchte meiner Schwermut sumen. Und stelle mir zu Hupten doch Den Rosenstrau! Er duftet noch Und trumt sich heimwrts wehbeklommen. Ich bin ja auch so welk und schwank, Gebrochen und am Heimweh krank, Und kann nicht mehr nach Hause kommen. Schauspiel. Langweilig Schauspiel, nimm' ein End! Ein Andrer soll mein Sprchlein sagen. Ich hab entschieden kein Talent, Den Dornenreif zu tragen. Fr mein geflicktes Flitterkleid Gebt eines mir von warmer Wolle, Und ein reinliches Glck, ein wrdiges Leid Statt meiner erbrmlichen Rolle! Das Schicksal lacht: Du Narr, bleib hie Und rassle mit den Messingsporen, Sonst ginge die gttliche Ironie Deiner tragischen Rolle verloren. Krankheit. I. Ich hab Dir Mrchen oft erzhlt Von meiner fremden Dichterwelt, Nun fhr' mich Du an Deiner warmen Hand, Den Flgelmden, durch mein eig'nes Land! Fhr' mich in meinen tiefen Wald, Wo Wunderwesen mannigfalt Lebendig wandeln mit bekrnztem Haupt, -- Die Gtter alle, die ich einst geglaubt! Fhr' mich zu jenen Hgeln hin, Wo schweigsam die Cypressen knie'n, Dort liegen tief und lauschen auf den Wind Die Freunde, die mir treu gewesen sind. Fhr' mich in jener Grten Grn, Wo dunkle Wunderbume blh'n Und ber Grn und Wunderblten schaut Das Liebesschlo, das ich fr Dich erbaut. In roten Lichtern heimlich glimmt, Die Krone, die ich Dir bestimmt. Wenn noch Dein Herz an meine Allmacht glaubt, Dann schmcke mit dem schweren Gold Dein Haupt! Dann hebt mein Leben neuen Lauf, Die treuen Toten stehen auf Und meiner Freudegtter schne Schaar, Und ich darf sein, der ich vor Zeiten war. II. Nun ist der Tag zu Ende. Leg mir die lieben Hnde Auf Stirn und Haar Und singe mir! und wende Von mir der Trume laute Schaar! Ich frcht' mich vor den langen, Verschwiegenen, trumebangen Stunden der Nacht, Wenn Du bist schlafen gangen Und nur mein weher Herzschlag wacht. Dann geht auf dunklen Wegen Mein Herz mit harten Schlgen Der bangen Nacht, Der bangen Nacht entgegen, Die meine Lieder stille macht. Dann kommt mit leisen Schritten Und zagen Kinderbitten Mein Glck zu mir, Und sieht, was ich gelitten, Und sagt: Mein Freund, was ward aus Dir? Dann kommen die versumten Tage und die verschumten Becher zu mir, Und alle ungetrumten Glckstrume schlank und mdchenzier. Leg mir die lieben Hnde Auf Stirn und Haar, und wende Die Holden ab. Mein Tag ist nun zu Ende, Ich wei, was ich verloren hab! Die Blutbuche. Eine junge Blutbuche stand Ob meiner ersten Liebe, Und als ich mein erstes Lied erfand, Sah sie zu, was ich schriebe. So wie die Blutbuche kann kein Baum In Frhlingsprchten schwelgen, Hat keiner so farbigen Sommertraum Und so ein jhes Welken. Eine junge Blutbuche steht In allen meinen Trumen, Ein vergangener Mai umweht Meinen Liebling unter den Bumen. Rote Bnder. Rote Bnder! Ihr mahnet mich An Musik und weie Gewnder, An ein Fest, das lange verblich. Rote Bnder! -- Mein Mdel stand Gebeugt am Balkongelnder Und lachte und gab mir die Hand. Und gab mir zwei Bnder Von Seide rot. Ich schied und durchritt die Lnder; Als ich wiederkam, war sie tot. Antwort. Du hast ja Recht! Und bald wird Hochzeit sein. Das Leben trat in Deinen Traum hinein Und stie der Mdchenliebe Tempel um. Wird aber nie das tote Heiligtum -- Ein Gang am Teich, ein Lied, ein Mondenschein In wahren Nchten Dir vor Augen sein? Dann wirst Du weinen um den schnen Tand Und wirst in Qual auf Deinem Lager knie'n, Das Herz voll Heimweh nach dem Jugendland. Mich aber knpft, der ich ein Fremder bin, An Deine Mdchenzeit ein helles Band Und hngt sich schaukelnd zwischen Dich und Ihn. Gestndnis. Wer meine Freunde sind? -- Zugvgel, ber'm Ozean verirrt, Schiffbrchige Schiffer, Herden ohne Hirt, Die Nacht, der Traum, der heimatlose Wind. Am Wege liegen hinter mir Zerstrte Tempel, Liebesgrten Verwildernd, schwl und sommerzier, Und Frau'n mit welken Liebesgeberden, Und Meere, die ich berfuhr. Sie liegen stumm und ohne Spur; Kennt keiner, was versunken liegt, Die Knigskronen, die Herrscherstunden, Die Freundesstirnen epheuumwunden. Sie liegen von meinen Liedern gewiegt Und dmmern bla in meine Nchte, Wenn hastig meine schmale Rechte Mit raschem Stift in meinem Leben whlt. Ich habe nie ein Ziel errungen, Meine Faust hat nie einen Feind gezwungen, Mein Herz hat nie ein volles Glck gefhlt. Ich bin ein Stern. Ich bin ein Stern am Firmament, Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet, Und in der eig'nen Glut verbrennt. Ich bin das Meer, das nchtens strmt, Das klagende Meer, das opferschwer Zu alten Snden neue trmt. Ich bin von Eurer Welt verbannt Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen, Ich bin der Knig ohne Land. Ich bin die stumme Leidenschaft, Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert, Und krank an meiner eig'nen Kraft. Teich. I. Schnee ber meinem lieben Wald, Graurot ein karger Abendschein -- Fernabwrts eine Bchse knallt -- So war mein Herz noch nie allein! Nur einmal! Hier, am selben Platz! Quer ber'n Weiher glitt ein Kahn, Und schweigend drin mein blonder Schatz Geschmiegt an einen fremden Mann. Der Himmel war so dsterfarb Und ganz wie heut im Teich der Schein -- Ein Bchsenschu fernabwrts starb -- So war mein Herz noch nie allein. II. Im Teich ein trber, Grauroter Schein, Ein brnstiger Hirschruf waldber -- Und ich allein! Zum Teich ist mde Mein Haupt gesenkt, An eine verwelkte Blte Mein Heimweh denkt. Ein Schwan im Teiche Streift an das Rohr Und reckt verschnittene, bleiche Flgel empor. Zum Teich ist mde Mein Haupt gesenkt, An eine verwelkte Blte Mein Heimweh denkt. Unser Schlo. Lngs dem Strom in blauen Hecken Spielen, und im Teich, Verstecken Sonnenlichter mit den matten, Rtlichen Blutbuchenschatten. In den stummen Sulengngen Dunkle Abendfalter hngen, Und ein Atmen hin und wieder Ungebor'ner Knigslieder. ber breiten Marmorstiegen Hundert ferne Jahre liegen, Flsternde Tapeten tragen Hundert graue Zukunftssagen. ber meine Seele schreiten Kommende Vergangenheiten, Ritterspiele, Knigsworte, Laute Feste, stumme Morde. Bald -- und unser Park wird trauern Brtend ber Moos und Mauern, Und ein Wandrer wird mit Grauen In die schwarzen Fenster schauen. Und Chronisten werden sagen Wunder, die sich zugetragen In den sagenhaften Jahren, Da wir noch am Leben waren. ^Sarasate.^ Auf fernen Schwingen fliegt ein Ton, Und einer noch -- der letzte -- rinnt Ihm nach, und bebt, und ist entfloh'n. -- O da ich weinen drfte, Wie um sein Spielzeug weint ein Kind! Ich sitze noch -- der Jubel gellt -- Und meine Sinne trinken lang Die Luft noch einer fremden Welt, Die meine Kindersehnsucht Mit heien Armen schon umschlang. Die Luft von einer andern Welt, Die nchtelang mit loher Brunst Mein fiebernd Aug' im Banne hlt, Das Land der Heimatlosen, Das sonnenrote Reich der Kunst. Und morgen --. Die Nacht ist voll von reinen Sternen, Die Ulmen reden mit den Birken, Und berall in Nhen und Fernen Des Sommers wunderbares Wirken. Mein Herz greift in die schweren Fernen Nach Heimwehschtzen und Harfenklngen, Und schauert, und schaut hoch in den Sternen Den Kranz zuknftiger Lieder hngen. Mein Herz so gro! Meine Wangen brennen, -- Und morgen mu ich mit scheuen Mienen Durch Mrkte und schmutzige Gassen rennen, Ein klein Stck Geld zu verdienen! Gavotte. In einem welken Garten singt Zum Brummba eine Violine, Ein altes Paar im Takte springt Und lchelt khl mit mder Miene. Und jeder wei; der Andre denkt, Wie anders doch vor zwanzig Jahren, Wie hei und Handinhandgedrngt Dieselben alten Tnze waren. Dorfabend. Der Schfer mit den Schafen Zieht durch die stillen Gassen ein, Die Huser wollen schlafen Und dmmern schon und nicken ein. Ich bin in diesen Mauern Der einzige fremde Mann zur Stund', Es trinkt mein Herz mit Trauern Den Kelch der Sehnsucht bis zum Grund. Wohin der Weg mich fhret, Hat berall ein Herd gebrannt; Nur ich hab nie verspret, Was Heimat ist und Vaterland. Eine Stunde hinter Mitternacht. Eine Stunde hinter Mitternacht, Wo nur der Wald und der spte Mond Und keine einzige Menschenseele wacht, Steht breit und gro ein weies Schlo, Nur von mir und meinen Trumen bewohnt. Dort prunkt in Bildern Saal an Saal, Und meine Trume sind zu Gast Bei mir. Rundum geht der Pokal, Und Liedergru und Plauderflu Bringt erst der frhe Tag zur Rast. Der pocht derbfustig an die Wand Und tritt herein, und schilt, und hlt Die Sonnenlampe in der Hand. Und wie ein Licht im Wind zerbricht, Zerstiebt mir meine Trumewelt. Von allen Wnden fllt die Pracht, Das strenge Leben gellt herein Und ich mu dienen seiner Macht Scheu und verzagt, in's Joch geplagt, -- O Mitternacht, wie harr' ich Dein! Weil ich Dich liebe. Weil ich Dich liebe, bin ich des Nachts So wild und flsternd zu Dir gekommen, Und da Du mich nimmer vergessen kannst, Hab' ich Deine Seele mit mir genommen. Sie ist nun bei mir und gehrt mir ganz Im Guten und auch im Bsen; Von meiner wilden, brennenden Liebe Kann Dich kein Engel erlsen. Ich wei, Du gehst -- So oft ich spt noch auf der Strae geh, Senk' ich den Blick und eile voller Angst, Du knntest pltzlich schweigend vor mir stehn Und meine Blicke mten all Dein Weh Und mten sehn, Wie Du von mir Dein totes Glck verlangst. Ich wei, Du gehst da drauen jede Nacht Mit scheuem Schritt im schlechten Dirnenputz Und gehst nach Geld, und siehst so elend aus! An Deinen Schuhen klebt der Schmutz, Der Wind spielt frech mit Deiner Haare Pracht -- Du gehst und gehst, und findst nicht mehr nach Haus. Der Toten. I. Die ganze Strae war in Ruh Und nur Dein Fenster war noch rot, In Deinem Zimmer warst nur Du, Du und der Tod. Die Nacht war wolkenschwarz und trieb Verdorrte Bltter trg in Reihn. Sie sprach zu mir: Ich hab Dich lieb, La mich herein. Dein Licht erlosch; ich war allein. Da ward mein Fenster aufgemacht, Und lange saen wir zu zwein, Ich und die Nacht. II. Jetzt kannst du's nimmer hren, Wenn ich mit leisem Strich Den Bogen an die Saiten leg' Und rufe Dich. Jetzt kannst Du's nimmer sehen, Wenn spt nach Mitternacht Mein mplein noch bei Blatt und Stift Im Erker wacht. Und kannst die schnen, weien Theerosen, die im Garten steh'n Und die ich noch fr Dich gepflanzt, Auch nimmer seh'n. Und doch, wenn meine Geige Allein noch wach im Hause ist, Verspr' ich's oft, da Du, mein Lieb, Mir nahe bist. Eleanor. Herbstabende erinnern mich an Dich -- Die Wlder liegen schwarz, der Tag verblich Am Hgelrand in roten Gloriolen. In einem nahen Hofe weint ein Kind; Mit spten Schritten geht durch's Holz der Wind, Die letzten Bltter einzuholen. Dann steigt, des trben Anblicks lang gewohnt, Einsam empor der ernste Sichelmond Mit halbem Licht aus unbekannten Lndern. Er wandelt khl gleichgltig seinen Weg, Sein Licht umgiebt Wald, Rhricht, Teich und Steg Mit melancholisch blassen Rndern. Auch Winters, wenn die Nchte lichtlos sind Und Flockenspiel und ungestmer Wind Um's Fenster geht, glaub' ich Dich oft zu schauen. Der Flgel tnt, mit lchelnder Gewalt Spricht mir an's Herz Dein tiefer, dunkler Alt, Grausamste aller schnen Frauen. Dann greift zur Lampe manchmal meine Hand. Ihr mildes Licht fllt auf die breite Wand, Dein dunkles Bild schaut aus dem alten Rahmen Und kennt mich wohl und lchelt sonderbar. Ich aber ksse Hnde Dir und Haar Und nenne flsternd Deinen Namen. Risse. Ich hatte eine seltne Violine Mit wunderbar gebrunten, blanken, starken Wnden und lichten, Echten, uralten Sargen. Nur schrg im Boden, sichtbar keinem Laien, Zog sich ein Ri und gab den edlen Tnen Ein seltsam hartes, Verwundetes, krankes Sthnen. Krh'n knnen auch die Raben. Wer klingen will, Wer Lieder singen will, Darf keine Risse haben. Villalilla. (Gabriele d'Annunzio gewidmet.) Auf weien Sulen weie Bsten, In allen Wegen Fliederduft, Und Schwalben schwirrend in der Luft. Auf breiten Treppen schlft die Zeit, Von den Akazien berschneit, Die sich auf den Terassen brsten. In meine Nische eng geschmiegt Hr' ich den Fall der Aprikosen, Ich seh im Sande sich die groen Schatten der Sulen trg verschieben Und wei nicht, wo die Zeit geblieben, Die trumend mir im Sinne liegt. Vom fernen Dorf kommt liebesmde Herber ein verwehter Tanz, Und vor mir flirrt der Sonnenglanz Wie damals, in vertrumter Pracht, Am Tag vor unsrer ersten Nacht, Zur Zeit der Oleanderblte. Ich seh' Dein Bild in aller Pracht Der ersten Liebe auferstehen, Ich seh' Dich durch die Pforte gehen Wie damals, -- mit dem scheuen Bangen, Mit rot und weien Kinderwangen, -- Am Tag vor unsrer ersten Nacht. Ein mdes Plaudern der Fontnen Wird tnend in der Stille laut, -- Wie damals! Meine Seele baut An Trumen jener Nchte fort Und sehnt nach einem Liebeswort Sich md, und sehnt sich md nach Thrnen. Sphinxe. Das ist die tiefste Lebenslist: Den Ort auf jedem Wege wissen, Wo seine Sphinx verborgen ist. Ich fand im Leben keinen Tag, In dessen Tiefe grinsend nicht Das zwiegestalte Scheusal lag. Ich bin ihr oft vorbeigegangen Und sah den grnen Hungerblick An meinen Schritten gierig hangen. Ich schritt vorbei und grte sie Mit freundlich bsen Kenneraugen: Noch immer munter, gutes Vieh? Sie kennt nun lang schon mein Gesicht Und folgt mir mit mrrischen Tigerblicken, Aber die Krallen zeigt sie nicht. Bahnhofstck. Auf einer Reise, hei und matt, Sa ich im berfllten Wagen, Ein altes, breites Zeitungsblatt In beiden Hnden aufgeschlagen. Der Zug hielt an. Ich schaute auch Wie andre mig durch die Scheiben, Sah Hte, Schleier, halb im Rauch Mir fensterlang vorbertreiben. Da bog aus dunklem Seidenflor Mit feiner Stirn und blonden Haaren Ein schner Frauenkopf sich vor, Den ich gesucht seit vielen Jahren. Ich schrak empor, und meine Hand Fuhr zitternd nach dem Fensterrahmen, Da hrt' ich im Gewhl genannt Mit lauter Stimme ihren Namen. Ich sah nun, den ich lang gehat, Mit khlem Grue zu ihr treten, Am Arm die leichte Reiselast Und hrt' ihn leise mit ihr reden. Sie gingen weg. Der Pfiff erklang, Ich sank zurck; ein schwerer, trber, Schmerzhafter Dunst in's Aug' mir drang, Und drauen flog die Stadt vorber. Reich des Todes. Die Lichter sind erloschen, Die Nacht tritt in das Haus; Die hellen Taggespenster Erblassen und ziehen aus. Vorber ist der Becher, Der mir Vergessen bot; Mein Haupt ist grau, und alle, Die ich geliebt, sind tot. Ich hlle mich in den Purpur Und schaue ber mein Reich. Verschneit sind Straen und Grten, Der Himmel ist fahl und bleich. Mein Haupt ist grau und schttelt Sein Silber in den Wind. Ein Wchter wacht und ruft Stunden, Die tot und vorber sind. Und morgen bin ich tot. Das ist ein Denken wunderbar, Da dann mein Aug', so licht es war, Erlischt, und da mein Mund vergit Die tausend Ksse, die er gekt. Dann wird die Welt, die mich gekannt, Mit ihrer neugierfrechen Hand Die Hlle von meinem Leben reien, Wird einer dem andern klar beweisen, Da ich ein schlimmer Geselle war, Ein Dichter, ein Lgner, ein eitler Narr. Und bermorgen, wenn ich vergessen, Wird ein andrer mit gleichem Ma gemessen. Derweil in einer andern Welt Ein goldner Stern vom Himmel fllt, Und geht ein Klagen und Weinen Um ihn, um den Einen, Den goldenen Stern, der so frh verblich. Und der Stern war ich. Auch mein Mdel wird weinen. Dann kommen die Andern singend in's Haus Und reden's ihr aus. Sie sitzen zusammen beim Glase Wein Und lachen mein. Und ihre Lippen sind warm und rot. Morgen bin ich tot. Armes Volk. Bltterfall und rauher Wind Stieben meinem Schritt entgegen, Und ich wei nicht, armes Kind, Wo wir heut uns schlafen legen. Du auch wirst einmal im Wind Laufen md und voll Beschwerde, Und ich wei nicht, armes Kind, Ob ich dann noch leben werde. Jugendflucht. Der mde Sommer senkt das Haupt Und schaut sein falbes Bild im See. Ich wandle mde und bestaubt Im Schatten der Allee. Durch Pappeln geht ein zager Wind. Der Himmel hinter mir ist rot, Und vor mir Abendngste sind -- Und Dmmerung -- und Tod. Ich wandle mde und bestaubt, Und hinter mir bleibt zgernd steh'n Die Jugend, neigt das schne Haupt Und will nicht frder mit mir geh'n. Rat. Nein, Junge, suche Du allein Den Weg und la mich weiter gehen! Mein Weg ist weit und mhevoll Und fhrt durch Dornen, Nacht und Wehen. Geh lieber mit den Andern dort! Der Weg ist glatt und viel betreten Ich will in meiner Einsamkeit Auch frder einsam sein und beten. Und siehst Du mich auf Bergen steh'n, Beneid' mich nicht um meine Flgel! Du whnst mich hoch und himmelnah -- Ich seh', der Berg war nur ein Hgel. Dunkle Augen. Mein Heimweh und meine Liebe Ist heut in dieser heien Nacht S wie ein Duft von fremden Blumen Zu heiem Leben aufgewacht. Mein Heimweh und meine Liebe Und all mein Glck und Migeschick Steht wie ein stummes Lied geschrieben In Deinem dunklen Mrchenblick. Mein Heimweh und meine Liebe, Der Welt und allen Lrm entfloh'n, Hat sich in Deinen dunklen Augen Erbaut einen heimlichen Knigsthron. Der Straenkehrer. Auf schlanken Rlein reiten, Den Degen an der Seiten, In mitten der Allee, Das wr' fr mich ein kstlich Metier. Und Handschuh flmischledern Und einen Bschel Federn An meinen Hut gesteckt, Darnach das Frauensvolk die Hlse reckt. Im Sattel voltigieren, Paradelang charmieren Mit Damen fein und schmal, Und K die Hand beim Abschied am Portal. Mit einer schnen Frauen Aus Bogenfenstern schauen Und nicken einen Gru, Wenn der Soldat uns salutieren mu. Ich wrd' ein Trinkgeld geben Den Fegern in den Grben Und dchte mir dabei, Wie bel dran doch so ein Feger sei. Knigskind. Wenn alle Nachbarn schlafen gangen Und alle Fenster dunkel sind, Bin ich noch wach mit heien Wangen, Das heimatlose Knigskind. Dann schmck' ich mich mit Purpurtrumen, Mit Grtel, Krone und Geschmeid, Dann rauscht mit goldverbrmten Sumen Um meine Knie' das Knigskleid. Und meine Seele reckt sich mchtig In Lust und Sehnsucht, stark und bleich, Und schafft sich stumm und mitternchtig Ein mondbeglnztes Heimwehreich. Ein Traum pocht an die Pforte mir. Tritt ein, mein Gast! Ich bin allein Wie jedesmal, und bin bedrftig Dein. -- Du?! Du, Elise? -- Gr Dich, Kind! Wie lang, da wir zur Plauderzeit Nicht mehr beisammen gewesen sind! Ich ward gewohnt der Einsamkeit; La seh'n, ob ich noch plaudern kann -- Hr' an! Weit Du, weit Du noch, Elise? Verglimmend hing die Sonne noch am Wald, Kein Mensch auf der Wiese! Ein Birnbaum breit und wohlgestalt Verbarg dem Himmel unsre Lust. Nur fern Vom Berge klomm empor ein frher Stern Ein naseweiser Abendwind Verstohlen aus der Hecke kroch Und lachte, lachte wie ein Kind. Weit Du noch? Ja, das war eine Flitterzeit, Alle Welt in Rosen! Du warst so lieb, Und kamst zur Nacht- und Tageszeit ber mich mit Ku und Kosen, Hinterrcks wie ein Dieb -- Du warst so lieb! Und nun, mein Blondchen, sag! An jenem heien Sommertag -- Ich suchte Dich mit wildem Sinn Und lauschte lang und rief nach Dir -- Wo warst Du hin? Nun sitzest Du wie sonst bei mir Und machst das Herz mir weich Und liederreich, Und siehst mich an und schmeichelst mir Wie damals unterm Birnenbaum . . . War das auch nur -- ein Traum? Sommerruhe. Der Wind ruht in den sten Und schaukelt sich mde nur, Es klingt wie von fernen Festen Eines Liedes schwindende Spur. Mein Glck ist schlafen gangen Und lachet nur halb im Traum Mit schnen, schmalen Wangen Und schnen Lippen kaum. Meine Liebe legt sich nieder In meines Liedes Scho Und dehnt ihre feinen Glieder Und machet die Augen gro. Der Verse leichte Zgel Fallen mir aus der Hand, Mein Lied lenkt seine Flgel In ein grnes Schlummerland. Eine rote Sonne liegt In des Teiches tiefen Fluten, Ein verirrter Falter fliegt ber Schilf und Weidenruten. Alles, was mein Herz verlor, Jugendmut und Kinderfrieden, Schlummert hier im gelben Rohr Einsam, stumm, weltabgeschieden. Wie ein breites Abendrot Liegt mein Leben und mein Leiden, Ruhig wie ein dunkles Boot Meine Trume drber gleiten. ber meinen wilden Sinn Ist ein Frieden ausgegossen; Was ich war und was ich bin, Ist in einen Traum zerflossen. Komm mit! Komm mit! Mut Dich aber eilen -- Sieben lange Meilen Mach' ich mit jedem Schritt. Hinter Wald und Hgel Steht mein rotes Ro. Komm mit! Ich fasse die Zgel -- Komm mit in mein rotes Schlo. Dort wachsen blaue Bume Mit goldenen pfeln dran, Dort trumen wir silberne Trume, Die kein Mensch sonst trumen kann. Dort schlummern selt'ne Gensse, Die noch kein Mensch geno, Unter Lorbeern purpurne Ksse -- -- Komm mit ber Wald und Hgel! Halt fest! Ich fasse die Zgel, Und zitternd entfhrt Dich mein rotes Ro. Angst. Verglimmende Fackelbrnde Vermooste Stufen und Wnde -- Mein Traum ging schauernd durch's Haus, Und streckte die ngstlichen Hnde Empor und lschte die Fackeln aus. In's Haar den welken Kranz Gedrckt und noch im Aug' den Glanz Gefeierter Feste, stand ich schmal Mit herbem Mund und md vom Tanz Allein und wie ein Geist im Saal. Der Traum schritt mir vorber, Er war so bla wie ich, -- Ich hrte wohl, wie sein trber Gang durch die Halle schlich. Und ich frchtete mich. Da stand der Traum und bog die Hand Nach mir. Die Hand war kalt und schwer. Und da er meine Rechte fand Erklang er schrill, und schrak, und schwand, Und war nicht mehr. Die Halle scholl. In meinem Haar War noch der Kranz, In meinem Auge war Von gefeierten Festen ein Flackerglanz. Ich frchtete mich -- es war so nacht! Da ward von Hnden muttersacht Des Schlummers Pforte aufgemacht. Mansarde. Es war so warm. -- Die Ampel hing An der Decke meiner Mansarde. Du lasest aus einem Buche vor. Ich war so krank. -- Ein Schmetterling Flog immer wieder zur Ampel empor. Es trumte mein Ohr und mein Auge starrte. Es trumte mein Ohr den silbernen Laut Italienischer Terzinen. Mein Auge trumte: Es lehnt meine Braut Am Gelnder, von Sonne beschienen, Und liest ^vita nuova^ mir vor. Die Ampel ging aus. Der Schmetterling Stie surrend an die Gardinen. Mein Auge an Deinem Antlitz hing. Du warst vom Monde beschienen Und warst so bleich. Deine Rechte sank Vom Simse zitternd. In Deinen Mienen Lag unser Leid. Mir drang an's Ohr Dein Sthnen. Ich raffte mich halb empor, Und konnte nicht helfen. -- Ich war so krank. Ich habe den Fu an jene Stelle des Lebens gesetzt, ber welche keiner hinausgehen kann, der die Absicht hat, wiederzukehren. Dante. Wendet die Blicke, Fragende, wendet Von mir das Haupt! Wo das Leben in lichte Geheimnisse endet, Dahin zu treten, Dort anzubeten Ward mir vom Liebesgotte erlaubt. Wendet den Blick! Suchend tastet mein Herz Den verlorenen Pfaden nach. Wem aller Sinne Brcke zerbrach, Dem fhret in's Leben niederwrts, Kein Weg zurck. Frau Gertrud. Frau Gertrud mir am Bette stand, Eine helle Theerose in der Hand, Eine helle Theerose im braunen Haar. Ihre Stimme wie ein Lcheln war Und flo so weh und wankte so -- Sie sang ihr altes ^Long ago^! Fern steht Dein graues Schlo am Meer, Wie kamest Du nach Deutschland her? Wie lang doch ist's, da Deinen Sarg In lauter Theerosen ich verbarg, Und da ich Dich vergessen hab'! Wie kamst Du her aus Deinem Grab? Ich reicht' ihr fragend meine Hand Und lchelte, und griff -- die Wand, Dran wei ein Flecken Mondes stund' . . . -- Fernher kam zart und liebeswund Ein schlanker, kranker Geigenstrich, Der schluchzend in der Nacht verblich. Und flo so weh und wankte so -- -- ^Long, long ago^! Frhsommernacht. Der Himmel gewittert, Im Garten steht Eine Linde und zittert. Es ist schon spt. Ein Wetterleuchten Beschaut sich bleich Mit groen, feuchten Augen im Teich. Auf schwanken Stengeln Die Blumen steh'n, Hren Sensendengeln Herberweh'n. Der Himmel gewittert, Schwl geht ein Hauch. Mein Mdel zittert -- Sag, sprst Du's auch? Levkoyen und Reseden. Auf dem Tisch ein kleiner Strau Von Levkoyen und Reseden Lockt mein Sinnen weit hinaus Aus der Stadt nach fernen Beeten. Beeten, die voll Veilchen sind, Von Syringen berhangen; Und ein blondes Nachbarkind Kommt den Zaun entlang gegangen. Nahe ist ein Brunnen laut, Tief in seinen Mauern schumend, Und ein Flug im Bienenkraut. Sonst ist alles stumm und trumend. Aller Friede, der mir fehlt, Den ich zwischen Stdtemauern Frh verlor im Kampf um's Geld, Schlummert dort und macht mich trauern. Im Scherz. Meine Lieder stehen Vor Deiner Thr, Sie klopfen an und bcken sich: ffnest Du mir? Meine Lieder haben Einen seidenen Klang, Dem Rauschen Deines Kleides gleich Im Treppengang. Meine Lieder tragen Ein Dften lind, Ganz wie in Deinem Lieblingsbeet Der Hyazinth. Meine Lieder kleidet Ein schweres Rot, Das Deinem seid'nen Kleide gleich Knistert und loht. Meine schnsten Lieder Gleichen ganz Dir. Sie steh'n an der Pforte und bcken sich: ffnest Du mir? Maria. I. So schn bist Du! Ein Lieblingstraum, aus goldnen Nchten Vortretend, schlank, in ernster Ruh', Den Zauberschleier in der Rechten -- So schn bist Du! Mein Blick erstaunt und mu sich senken, Mein Herz schliet alle Thore zu, Dem Wunder heimlich nachzudenken -- So schn bist Du! II. So ziehen Sterne -- So ziehen Sterne ihre Bahn, Unwandelbar und unverstanden! Wir winden uns in hundert Banden, Du steigst von Glanz zu Glanz hinan. Dein Leben ist ein einzig Licht! Ich mu aus meinen Dunkelheiten Sehnschtige Arme nach Dir breiten, Du lchelst und verstehst mich nicht. III. Du aber. Der Meister schwieg und that die Geige aus der Hand. Uns schlug das Herz! Du aber mutest Die Hand ihm geben. Ob Du wutest, Da Ihr Glckskinder seid aus Einem Vaterland? IV. Ich fragte Dich. Ich fragte Dich, warum Dein Auge gern In meinem Auge ruht, So wie ein reiner Himmelsstern In einer dunklen Flut. Du sahest lang mich an, Wie man ein Kind mit Blicken mit, Und sagtest freundlich dann: Ich bin Dir gut, weil Du so traurig bist. V. Wenn doch mein Leben -- Wenn doch mein Leben frder geht Und manchmal noch aus reichen Ranken Ein reifes Lied mir niederweht, Ich hab's auch Dir zu danken. Du weit es nicht, denn ich begrub Dein Bild in meiner Nchte Schweigen. Und was mein Lied zu Tage hub, War schon zuvor Dein eigen. Anmerkungen zur Transkription Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert wie hier aufgefhrt (vorher/nachher): [S. 8]: ... Und ich darf sein, der ich vor Zeiten vor. ... ... Und ich darf sein, der ich vor Zeiten war. ... [S. 31]: ... Aus Bogenfestern schauen ... ... Aus Bogenfenstern schauen ... End of the Project Gutenberg EBook of Romantische Lieder, by Hermann Hesse License: Share Alike